Gesellschafts- und Integrationsbildung
Aktuelles aus der Politik in der Diskussion. Veränderungen in Gesetzen, im Recht und Richtlinien im Alltag.
Ursachen, Entstehung und Wesen des Faschismus: Meinungsbildung durch Auseinandersetzung und Reflexion
Die Teilnehmenden diskutieren Ursachen, Entstehung und Wesen des Faschismus, setzen sich mit der Verfolgung von politischen Gegnern, Ausgegrenzten und Minderheiten, dem System der Konzentrationslager, ihre ökonomischen und polit. Deutungen sowie der Rolle der sog. "slawischen Untermenschen" in der NS-Ideologie auseinander. Beleuchtet werden die Kriegsgefangenenlager am Truppenübungsplatz Bergen: Fallingbostel, Oerbke, Wietzendorf, Belsen (Hörsten), die unterschiedliche Behandlung der Gefangenen, das Massensterben sowjet. Kriegsgefangener sowie Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter und ihr Widerstand. Die Teilnehmenden diskutieren die Vorkommnisse im KZ Bergen-Belsen: das Aufenthaltslager für sog. Austauschjuden, setzen sich mit Befehlen und Berichten aus dem NS-Staat, Zeitzeugenberichte und Tagebücher Überlebender auseinander. Es werden auch Häftlingslager hinsichtlich der Nationalitäten der Gefangenen, das Leben-Sterben-Überleben im Häftlingslager sowie der Alltag im Lager beleuchtet. Ein weiteres Thema sind Frauenlage, u.a. die Einrichtung des Lagers, Zeitzeugenberichte, Bericht über Außenkommando Unterlüß, Leben und Sterben von Anne Frank, Transporte von und nach Bergen-Belsen. Zum Thema Inferno und Befreiung werden Transportberichte, die Ernährungslage, der neue Kommandeur J. Kramer sowie Tagebuchaufzeichnungen und Häftlingsberichte beleuchtet. Die Teilnehmenden erfahren über die Todesmärsche von Hannover nach Bergen-Belsen und arbeiten die strafrechtliche Verfolgung der Täter unter den folgenden Aspekten auf: Verfahren vorm Lüneburger Militärgericht, Vernehmungen der Täter, wie die Medien berichten, Urteile und ihre Vollstreckung. Es erfolgt eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte der Gedenkstätte Bergen-Belsen sowie die der Friedhöfe und Gedenkorte der ehem. "Russenlager" diskutiert: Befreite schaffen Denkmäler, Abriss von Denkmälern im Kalten Krieg, wie das Militär den Zugang zu Friedhöfen behindert, wie die Russenlager ins öffentliche Gedächtnis zurück gebracht wurden und den Toten die Namen zurückgeben werden. Auch aktuelle Fragen wie der Widerspruch zwischen Gedenkorten von NS-Verbrechen und militärischen Übungen heute werden reflektiert. Die Teilnehmenden stellen sich die Frage, wie die Geschichte ohne Zeitzeugen weitergegeben werden kann und was ist aus der Geschichte zu lernen ist.
Ort
Geschichtswerkstatt e.V.
Viktoriastraße 39
30451 Hannover
Viktoriastraße 39
30451 Hannover
Beginn:
18.08.2026 19:00 Uhr
Ende:
22.12.2026 22:15 Uhr
Stunden:
72
Tage:
18
Bildungsurlaub:
Nein
Preis:
Auf Anfrage
Partner:
Geschichtswerkstatt e.V.